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F&E und Nachhaltigkeit: CO2-Fußabdruck und umweltfreundliche Technologie
Moderne industrielle Fertigungsparadigmen entwickeln sich zunehmend zu Kreislaufsystemen, bei denen Umweltauswirkungen minimiert und die Ressourceneffizienz maximiert werden. Die Herstellung hochleistungsfähiger Infrastrukturlösungen muss Hand in Hand mit dem Schutz des ökologischen Gleichgewichts gehen. In diesem Zusammenhang bilden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten die treibende Kraft für die Integration umweltfreundlicher Technologien in die Kunststoffrohrproduktion. The
Innovationsprozesse im Kuzeyboru F&E-Zentrum
Innovationen in der Kunststoffrohrherstellung werden durch analytische und experimentelle Methoden geprägt, die die Grenzen der Materialwissenschaft erweitern. Im F&E-Zentrum von Kuzeyboru wird die ökologische und mechanische Optimierung der Produktionsprozesse insbesondere durch Industrieprojekte im Rahmen des TÜBİTAK 1832-Programms gewährleistet.
Um die strukturelle Integrität von Rohrsystemen zu erhöhen und die Materialeffizienz zu maximieren, werden FEA-Modellierungen (Finite-Elemente-Methode, FEM) über fortschrittliche Engineering-Software wie Simcenter aktiv eingesetzt. Bei Produkten mit komplexen Geometrien wie Wellrohren sorgt die Optimierung der Materialverteilung durch diese spezifischen FEM-Analysen dafür, dass eine höhere mechanische Festigkeit mit weniger Rohstoff erreicht wird, was einen direkten und messbaren Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet.
Darüber hinaus gehören das thermische Verhalten und die Degradationsprofile von Polymeren wie Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) zu den Kernforschungsgebieten unseres F&E-Zentrums. Die Polymerdegradation, ein kritischer Parameter der Ökobilanz (LCA), wird auf wissenschaftlicher Grundlage wie dem Arrhenius-Kinetikmodell untersucht und unter Kontrolle gebracht. Dadurch wird die Nutzungsdauer der in Infrastrukturprojekten eingesetzten Rohre verlängert und die langfristigen CO2-Emissionen verringert.
Nachhaltiges Produktionsmodell in der Kunststoffindustrie
Ein nachhaltiges Produktionsmodell beschreibt den Übergang von einer traditionellen linearen „Nehmen-Herstellen-Entsorgen“-Wirtschaft zu den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. In der Kunststoffindustrie umfasst dieses Modell die Rückführung von Produktionsabfällen (Scrap) in das System durch Regranulierungsprozesse, die Optimierung des Wasserverbrauchs durch geschlossene Kühlkreisläufe sowie die Minimierung der Umweltkosten aller Logistikprozesse von der Rohstoffbeschaffung bis zum Versand des Endprodukts.
Warum ist die Erfassung des CO2-Fußabdrucks strategisch wichtig?
Die Berechnung und regelmäßige Überwachung des CO2-Fußabdrucks (Corporate Carbon Footprint) in Industrieanlagen ist nicht nur eine Notwendigkeit zur Einhaltung internationaler Vorschriften (z. B. das CO2-Grenzausgleichssystem CBAM im Rahmen des europäischen Green Deals), sondern auch ein Indikator für die operative Effizienz. Gemäß dem Treibhausgasprotokoll (GHG Protocol) ist die quantitative Messung von Scope-1- (direkt), Scope-2- (indirekt – Energie) und Scope-3-Emissionen (Wertschöpfungskette) eine strategische Erfordernis.
Die Gesamtemissionen an CO2-Äquivalenten einer Produktionsstätte werden durch einen ganzheitlichen Ansatz berechnet, bei dem Aktivitätsdaten zur Messung des Energie- und Rohstoffverbrauchs mit den spezifischen Emissionsfaktoren der jeweiligen Prozesse und dem Treibhauspotenzial der freigesetzten Gase multipliziert werden. Die periodische Verfolgung des CO2-Fußabdrucks ermöglicht die Identifizierung energieintensiver Bereiche in den Produktionsprozessen und liefert eine wissenschaftliche Grundlage für gezielte Emissionsreduzierungsstrategien.
Beitrag der Nutzung erneuerbarer Energien zur Produktion
Die Extrusionslinie bildet das Herzstück der Kunststoffrohrherstellung und weist aufgrund der Plastifizierungsprozesse eine hohe Energieintensität auf. Das Ziel einer nachhaltigen Produktion besteht darin, den Spezifischen Energieverbrauch (SEC – Specific Energy Consumption) zu minimieren, der die pro verarbeiteter Polymermasse aufgewendete Energie beschreibt.
In den Anlagen von Kuzeyboru gewährleistet der Einsatz erneuerbarer Energiequellen wie Solarkraftwerken (PV-Anlagen), dass der für die Produktionsprozesse benötigte Gesamtenergiebedarf aus emissionsfreien Quellen statt aus fossilen Brennstoffen gedeckt wird. Dies reduziert die Scope-2-Emissionen drastisch, schützt die Produktionsstückkosten (OPEX) vor schwankenden Energiemärkten und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.
Schutz der Biodiversität und Sensibilisierung der Stakeholder
Die Auswirkungen makroskaliger Industrieaktivitäten auf lokale Ökosysteme bilden einen zentralen Schwerpunkt korporativer Nachhaltigkeitspolitik. Um natürliche Ressourcen zu schonen und den Wasserfußabdruck zu verringern, werden an den Standorten von Kuzeyboru systematische Regenwassernutzungssysteme eingesetzt. Das gesammelte Regenwasser wird als Prozesswasser in den Produktionslinien wiederverwendet.
Darüber hinaus werden alle Stakeholder entlang der Lieferkette (Rohstofflieferanten, Logistikpartner und Endanwender) bezüglich Umweltstandards sensibilisiert.
Transparente nachhaltige Wertschöpfung für Investoren (KBORU)
Die globalen Finanzmärkte bewerten nicht mehr nur die finanzielle Leistung von Unternehmen, sondern heranziehen auch Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) als grundlegendes Investitionskriterium. Das Erreichen der CO2-Fußabdruck-Ziele, Investitionen in erneuerbare Energien und eine transparente Nachhaltigkeitsberichterstattung spiegeln die unternehmerische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) unseres an der Borsa Istanbul unter dem Tickersymbol KBORU gehandelten Unternehmens wider.
Die nachhaltigkeitsorientierten TÜBİTAK-Projekte des Kuzeyboru F&E-Zentrums sowie seine Investitionen in umweltfreundliche Technologien und fortschrittliche Materialwissenschaft minimieren rechtliche Risiken, bedienen die weltweit steigende Nachfrage nach nachhaltigen Produkten und schaffen kontinuierlich messbaren, transparenten und dauerhaften Wert für unsere Aktionäre.
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